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Seelengewinnen in Pforzheim

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Am 21. und 22. September haben Bruder Kay und ich (Anselm) uns in Pforzheim zum Seelengewinnen getroffen. Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht zu hoch, da ich sonst fast nur Ablehnung gewohnt bin. Aber Kay hatte eine Armen-Siedlung herausgesucht, die tatsächlich erstaunlich offen für das Evangelium war.

Seelengewinnen in Armen-Siedlung Pforzheim

Nach den ersten paar zunächst erfolglosen Türen kam uns aus einem anderen Haus ein Schwarzer mit einer Bibel und einem Koran in der Hand entgegen und wollte unbedingt mit uns über die Bibel sprechen — in gebrochenem Englisch. Es war fast wie in der Apostelgeschichte: „Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“ (Apg 16,30) Auf Englisch habe ich dann versucht, ihm das Evangelium zu predigen, was einige Zeit in Anspruch nahm. Letzten Endes hat er auf alle Fragen die richtigen Antworten gegeben und wir haben zusammen gebetet.

Die nächsten Menschen an dem Abend waren weniger empfänglich, aber trotzdem konnten wir immerhin einige DVDs und Bibeln verteilen, u.a. an einen tamilischen Hindi, dem Bruder Kay „Den Biblischen Weg zum Himmel“ auf Tamil aus der „Faithful Word App“ vorgespielt hat. Er hörte andächtig zu, auch wenn er wahrscheinlich (noch) nicht gerettet ist und nahm dankend unser Traktat und eine DVD „The Truth about Hinduism“ entgegen.

Am traurigsten anzusehen war wohl eine Wohnung, in der zwei ältere Männer wohnten. Geruch von Urin, Zigaretten und Alkohol lag in der Luft und einer der Männer erzählte mit Tränen in seinen Augen von seiner „Verflossenen“. Auf die Frage, ob er sich als Sünder sehe, zeigte er auf die Bierflaschen auf dem Tisch. Erstaunlich, dass sogar die Welt erkennt, dass Alkohol trinken Sünde ist, liberale Christen dagegen nicht!

Ein Paar bekehrt sich

Flüchtlings-Container Pforzheim

Am Sonntag gingen wir wieder in dieselbe Siedlung und besuchten zuerst ein paar Leute, denen wir versprochen hatten, wiederzukommen. Neben der Siedlung fielen mir die Flüchtlings-Container auf und spontan versuchten wir dort unser „Glück“ — mit Erfolg! Schon an der zweiten Tür ließ uns ein afrikanisches Paar in ihre Wohnung und auf Englisch konnte ich mit Kays Unterstützung den beiden das Evangelium verkündigen. Sie schienen schon „Christen“ zu sein, aber der Mann sagte eindeutig, er müsse die Gebote halten, um gerettet zu werden und er könne seine Errettung verlieren.

Armen-Siedlung Pforzheim

Die Frau stellte eine wirklich gute Frage: „Was wäre, wenn jemand glaubt und ewiges Leben hat, dann aber aufhört zu glauben?“ (So sinngemäß.) Ich erklärte ihr, dass ewiges Leben so oder so ewiges Leben ist. Aber jemand, der wirklich gerettet ist, hat den Heiligen Geist und kann unmöglich aufhören, zumindest an das richtige Evangelium zu glauben und dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er kann einen schwachen Glauben haben, total aufgeben, im Geist zu wandeln oder was auch immer. Aber einmal gerettet ist immer gerettet.

Die Bibel sagt sogar:

If we believe not, yet he abideth faithful: he cannot deny himself.

— 2 Timothy 2:13 (KJV)

Diese Antwort leuchtete ihr ein. Und so konnten wir nach insgesamt vielleicht einer halben Stunde die beiden zum Herrn führen. Ein Paar, das sich zusammen bekehrt hat — preist den Herrn! Wir ließen dann noch eine KJV da, natürlich unser Traktat und notierten u.a. Pastor Andersons YouTube-Kanal.

5 Dinge, die wir beim Seelengewinnen gelernt haben

1. Deutschland ist nicht ganz verloren!

Ja, es gibt immer noch Menschen, die für das Evangelium empfänglich sind. Aber zugegeben: Es sind eher wenige und hauptsächlich Ausländer.

2. Halte Deinen Eifer nicht zurück!

Kay nahm einige Bibeln und DVDs mit und eigentlich wollte ich ihn davon abhalten, weil ich fast noch nie erlebt habe, dass jemand etwas davon genommen hätte. Aber irgendwann kommt doch der Moment, deswegen: Sei vorbereitet und halte Deinen Eifer nicht zurück! Es ist immer gut, etwas dabei zu haben, das man den Leuten in die Hand drücken kann. Bibeln in Deutsch und Englisch, und am wichtigsten Traktate (vielleicht sogar mit Kontaktdaten für Fragen!)

Den Geist dämpft nicht!

— 1. Thessalonicher 5:19 (SCH2000)

3. Lerne Fremdsprachen!

Gut, dass wir mit Englisch durchkamen, aber auch das muss genügend geübt sein, um das Evangelium zu erklären. Aber was ist mit all den anderen Sprachen? Die sollten wir nicht vernachlässigen. Es ist noch nicht einmal unbedingt notwendig, ins Ausland zu reisen, um in eine Sprache richtig einzutauchen. Es gibt erstens viele Ausländer in Deutschland, die gerne zusammen mit Dir üben würden und offen fürs Evangelium sind, zweitens gibt es kostenlose Kurse wie Duolingo, Rosetta Stone und Clozemaster (meine persönlichen Empfehlungen).

indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe.

— Apostelgeschichte 20:21 (SCH2000)

4. Halte die Faithful Word App bereit!

In der Faithful Word App gibt es Den Biblischen Weg zum Himmel in etlichen erdenklichen Sprachen — super praktisch, auch mitten in Deutschland. Noch besser: Lade Dir von faithfulwordapp.com die einzelnen MP3-Dateien auf Dein Smartphone herunter, so hast Du das Evangelium auch bei schlechtem Netz immer parat.

5. Seelengewinnen ist die wahrscheinlich beste Möglichkeit, christliche Freunde zu machen

Es ist herausfordernd, es ist Teamarbeit, es ist spannend — besser könnte es nicht sein! Ja, die Enttäuschungsrate ist hoch in Deutschland, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gottes Wort zu verkündigen trotzdem Freude schenkt und viel Gesprächsstoff bietet. Am größten ist natürlich die Freude, wenn sich Menschen auch bekehren.

They that sow in tears shall reap in joy. He that goeth forth and weepeth, bearing precious seed, shall doubtless come again with rejoicing, bringing his sheaves with him.

— Psalm 126:5-6 (KJV)

Über sieben Stunden Fahrt von Görlitz nach Pforzheim haben sich gelohnt.

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Jede Woche gehen wir in Pforzheim Seelengewinnen, außerdem veranstalten wir Marathons an verschiedenen Orten und auch im Ausland.